Frequently Asked Questions

 

1. Was ist generell anders in der LGK als vorher im Thüringer Gesundheitszieleprozess (GZP)?

Die Thüringer Landesgesundheitskonferenz (LGK) ist eine an Regeln gebundene Form der Zusammenarbeit der landesweiten Akteurinnen und Akteure aus dem Gesundheitswesen, der Politik, der Verwaltung, dem Bildungswesen und weiteren relevanten Bereichen. Die Akteurinnen und Akteure stellen ihre Expertise und ihre Kompetenz gemeinsam in den Dienst der Ziele der LGK.Der bisherige Thüringer Gesundheitszieleprozess hat mit seinen Themen bereits wesentliche zentrale Herausforderungen im Gesundheitsbereich aufgegriffen und bearbeitet. Die Landesgesundheitskonferenz schafft neue und verbindlichere Rahmenbedingungen, die die Abstimmung und Zusammenarbeit der maßgeblichen Akteure in diesem Bereich verbessern und noch mehr am Bedarf ausgerichtet werden soll.

2. Warum sollte ich mich nach jahrelangem Engagement im GZP jetzt auch in der LGK engagieren?

Die Weiterentwicklung des Gesundheitszieleprozesses zur Landesgesundheitskonferenz kann nur unter aktiver Mitwirkung aller Akteure, die bisher beteiligt waren und sich perspektivisch beteiligen wollen, erfolgen. Durch die Etablierung einer Landesgesundheitskonferenz als ständige Institution und als Fachveranstaltung in Thüringen kann eine neue Kultur des verbindlichen gemeinsamen Handelns im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention entwickelt werden. Dies setzt transparente Strukturen und Kommunikationswege voraus, sowie den Willen jedes Beteiligten im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung seinen Beitrag zur Umsetzung zu leisten.

3. Warum existieren die Arbeitsgruppen des Thüringer Gesundheitszieleprozesses nicht mehr? Werden die Ergebnisse aus den alten Arbeitsgruppen weiter genutzt?

Nach Abschluss der Evaluation der Arbeitsgruppen des Thüringer Gesundheitszieleprozesses zeigte sich ein heterogenes Bild der bisherigen Tätigkeit, Schwerpunkte und Arbeitsweisen.
Die bisherigen Thüringer Gesundheitsziele beinhalteten Gesundheitsziele mit Krankheitsbezug, Gesundheitsziele zur Gesundheitsförderung und Prävention sowie Gesundheitsziele für bestimmte Bevölkerungs- und Altersgruppen. Diese unterschiedlichen inhaltlichen Bezüge in den Zielen erschwerten bisher eine transparente (Außen)-Darstellung des Prozesses und der Aktivitäten zu dessen Umsetzung. Die bisherigen Formulierungen der Thüringer Gesundheitsziele konnten aufgrund ihrer Ausrichtung nicht evaluiert werden. Damit verbunden lag bisher kein einheitliches Verfahren zur Bewertung eines Fortschrittes bezüglich der Umsetzung vor. Aus diesem Grund wurden die Arbeitsgruppenergebnisse vorwiegend über die Beschreibung eines Outputs, d.h. Anzahl von Veranstaltungen, durchgeführte Projekte und Maßnahmen etc., abgebildet. Vor diesem Hintergrund hat die Landesgesundheitskonferenz für die zukünftige Arbeit mit modifizierten Gesundheitszielen die Überführung in eine einheitliche Zielesystematik beschlossen. Diese orientiert sich an den Lebensphasen:

  • Gesund aufwachsen
  • Gesund leben und arbeiten sowie
  • Gesund alt werden

Bei der Erarbeitung der Zielesysteme in den drei lebensphasenbezogenen Zielbereichen sind die Ergebnisse der Arbeitsgruppen des Thüringer Gesundheitszieleprozesses mit einbezogen. Somit war die Arbeit im bisherigen Gesundheitszieleprozess keinesfalls umsonst, sondern bildet einen wichtigen Beitrag zur weiteren Erarbeitung der Gesundheitsziele.

 

 

4.    Was möchte das Land Thüringen mit der LGK?

Die Landesgesundheitskonferenz behandelt Fragen der gesundheitlichen Lebensbedingungen, der gesundheitlichen Versorgung und der gesundheitlichen Lage der Thüringer Bevölkerung mit dem Ziel die Akteure vor Ort besser zu vernetzen und zu koordinieren. Dadurch soll eine neue Kultur gemeinsamen Handelns im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention entwickelt werden. Um dies zu erreichen, soll die Abstimmung und Zusammenarbeit der maßgeblichen Akteure in diesem Bereich verbessert und noch mehr am Bedarf ausgerichtet werden. Dafür gibt die Landesgesundheitskonferenz bei Bedarf Empfehlungen an die jeweiligen Akteure. Weiterhin strebt die Landesgesundheitskonferenz einen gemeinsamen Handlungsrahmen sowie Transparenz bei gesundheitsbezogenen Aktivitäten in Thüringen an.

5.    Was sind die Voraussetzungen, um Mitglied in der LGK zu werden?

Die Mitgliedsvoraussetzungen regelt die Geschäftsordnung der Landesgesundheitskonferenz. Danach kann jede Institution bzw. Organisation Mitglied werden, die aus eigener Motivation an einer Mitgliedschaft interessiert ist. Außerdem muss sie landesweit bzw. thüringenweit tätig sein.

6.    Warum sind nicht alle Landkreise/kreisfreien Städte in Thüringen Mitglied in der LGK?

Die Thüringer Kommunen sind durch die kommunalen Spitzenverbände vertreten. Der Gemeinde- und Städtebund e. V. stellt zwei stimmberechtigte Vertreter und der Thüringische Landkreistag e. V. hat vier Stimmen inne. Die Landkreise und kreisfreien Städte haben so die Möglichkeit sich über ihre Vertretung an dem Prozess der Landesgesundheitskonferenz zu beteiligen, ihre Anliegen vorzutragen und aktiv an der Ausgestaltung der Gesundheitsziele mitzuwirken.