Gesund durch Bewegung

 

"Ich sollte mich mehr bewegen" so oder ähnlich antworten viele Menschen auf die Frage, was sie für Ihre Gesundheit tun können. Der Zusammenhang von regelmäßiger körperlicher Aktivität und der Gesundheit ist mittlerweile einem großen Teil der Bevölkerung bekannt und auch in der Wissenschaft auf einer breiten Evidenzbasis abgesichert. Regelmäßige Bewegung und körperliche Aktivität sind gesundheitsfördernd und integraler Bestandteil eines gesunden Lebensstils.

Dennoch nutzen viele Menschen das gesundheitsförderliche Potential von Bewegung im Alltag noch zu selten. Viele Menschen werden zudem von den Bewegungsempfehlungen für die Gesundheit nicht erreicht. Diese Seite möchte Beispiele aus der Praxis und Empfehlungen aus der Wissenschaft aufzeigen, um die regelmäßige körperliche Aktivität als Teil eines gesunden Lebensstils zu stärken und somit die Bewegung im Alltag zu fördern.

Daten zu Bewegung und Gesundheit

Der im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes veröffentlichte Bericht "KIGGS-Welle 1 - Landesmodul Thüringen" befasst sich mit der gesundheitlichen Situation von Kindern und Jugendlichen in Thüringen. Er basiert auf einer landesweiten Modulstudie, die das Robert-Koch Institut (RKI) innerhalb der ersten Folgebefragung der "Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland" durchgeführt hat.

Das RKI veröffentlicht Daten zur körperlichen Aktivität von Kindern und Jugendlichen in Deutschland - Querschnittsergebnisse aus KIGGS-Welle 2 und Trends sowie zur Entwicklung von Übergewicht und Adipositas bei Kindern.

Das Robert-Koch Institut hat Faktenblätter zur "Arbeitsbezogenen körperlichen Aktivität bei Erwachsenen in Deutschland" und zur "Gesundheitsfördernden körperlichen Aktivität in der Freizeit bei Erwachsenen in Deutschland" veröffentlicht. Diese Daten wurden mithilfe der Studie "Gesundheit in Deutschland aktuell (GEDA) erfasst.

Qualitätsentwicklung in der Bewegungsförderung

Das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen (LIGA.NRW) gibt einen Überblick über Qualitätsaspekte in der Gesundheits- und Bewegungsförderung.

Die Broschüre Evaluation in der Gesundheitsförderung der Schriftenreihe Materialien zur Gesundheitsförderung gibt eine Schritt-für-Schritt Anleitung für Gesundheitsförderer zu den einzelnen Phasen der Evaluation eines Gesundheitsförderungsprogramms.

Das Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT bietet Transparenz und Orientierung der Programme des Gesundheitssportes. Es hilft Interessenten bei der erfolgreichen Suche nach dem passenden Gesundheitskurs und unterstützt die Turn- und Sportvereine bei der Bildung eines gesundheitsorientierten Profils.

Handreichungen und Materialien

Gerade alltägliche körperliche Aktivitäten sind dazu geeignet Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Gleichgewicht zu trainieren. Deshalb kann jeder Altersgruppe empfohlen werden, so oft wie möglich im Alltag körperlich aktiv zu sein. Die LZG.NRW hat diese Faktenblätter entwickelt, um körperliche Alltagsbewegungen in die tägliche Routine einzubauen.

Die Geschäftsstelle der LGK Thüringen hat dieses Handout erstellt, um einfache Möglichkeiten der Alltagsbewegung in verschiedenen Situationen und für unterschiedliche Personengruppen abzubilden.

Das LZG.NRW möchte mit der Publikation Bewegungs- und gesundheitsförderliche Kommune. Evidenzen und Handlungskonzept für die Kommunalentwicklung insbesondere AkteurInnen der Bewegungs- und Gesundheitsförderung als Leitfaden dienen und sie dazu befähigen und motivieren, ihren Beitrag auf dem Weg zu einer bewegungs- und gesundheitsförderlichen Kommune zu leisten und Verantwortung für entsprechende Prozesse zu übernehmen.

In der Broschüre  Bewegungsförderung und aktives Leben im städtischen Umfeld werden Erkenntnisse über körperliche Aktivität im urbanen Raum in einem kurzen Überblick zusammengefasst und darauf basierend Vorschläge für Politik und Praxis gemacht. Damit richtet sich die Broschüre an alle Akteure, die in der Gestaltung gesunder Städte eine wichtige Rolle spielen wollen.

Die Broschüre Private Spielflächen in Innenstadtquartieren der Stadt Hamburg regt dazu an sich intensiver mit den Bedürfnissen von Kindern und Eltern auseinanderzusetzen und soll Gestaltungshinweise und Ideen zur Planung von Innenstadtquartieren geben.

Bewegung, Spiel und Sport sind wichtige Elemente für die ganzheitliche Entwicklung von Kindern. Auf den Seiten des Thüringer Schulportals findet man eine Zusammenstellung niederschwelliger Bewegungsangebote für Lehrer und Schüler.

Interessierte Ärzte können Ihren Patienten mit dem Rezept für Bewegung eine schriftliche Empfehlung für körperliche Aktivität geben. Es werden die mit dem Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT zertifizierten Bewegungsangebote in den Thüringer Sportvereinen mit den Schwerpunkten Herz-Kreislauf, Muskel- und Skelettsystem, Entspannung/Stressbewältigung und Koordination/motorische Förderung empfohlen.

Die Broschüre Bewegungsförderung 60+ der LZG.NRW bietet eine Einführung über Theorien zur Veränderung des Bewegungsverhaltens im Alter und gibt mögliche Antworten auf die Frage: Was motiviert ältere Menschen, sich zu bewegen?

Die Sammlung Mehr Bewegung im Alltag - Aktives Leben im Alter fördern bündelt gewonnene Erfahrungen und Erkenntnisse und gibt einen Überblick über Praxisbeispiele und Arbeitshilfen.

Der Internetauftritt Älter werden in Balance bietet Informationen zu Bewegung, Körper und Geist im Alter. Darüber hinaus stellt er verschiedene Bewegungsprogramme für ältere Menschen vor.

Good-Practice-Beispiele

Die Praxisdatenbank Verhältnisprävention bietet eine Sammlung von verhältnispräventiven Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen.

Der Landessportbund Thüringen verleiht seit 2003 gemeinsam mit der Thüringer Sportjugend sowie in Zusammenarbeit mit der Unfallkasse Thüringen und weiteren Partnern das Qualitätssiegel Bewegungsfreundliche Kita.

Das Programm "bewegte Kinder = gesündere Kinder" will den aktuellen Stand der motorischen Fähigkeiten von Drittklässlern in Thüringen erfassen und gemeinsam Kinder und deren Eltern zu mehr Bewegung und einer gesunden Lebensweise motivieren.

Das BIG-Manual Bewegung als Investition in Gesundheit ist eine Arbeitshilfe für den Aufbau von geeigneten Strukturen und die Aneignung erfolgreicher Methoden zur Gesundheitsförderung sozial Benachteiligter und Menschen mit Migrationshintergrund.

Es gibt Tätigkeiten, die beispielweise den Rücken, die Schultern oder die Knie belasten, aber auch gute Ansätze zur Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen (kurz: MSE). Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie hat gute Lösungsansätze aus Unternehmen zusammengetragen, die verdeutlichen, worauf es in der Praxis ankommt – kommentiert von Beschäftigten und Führungskräften.

Der Landessportbund Berlin und der Deutsche Olympische Sportbund haben speziell für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) und Sportvereine das einzigartige Modellprojekt "AUFleben" (Aktiv und Fit leben) initiiert: Das ist Ziel ist es durch eine Vielzahl von Kooperationen zwischen Betrieben und Sportvereinen zielgruppengerechte Angebote für Menschen zu gestalten, die sich in der Übergangsphase von der Erwerbstätigkeit zum Ruhestand befinden.

Lebenslang fit und selbständig bleiben - Vereine, Übungsleiter aber auch Einzelpersonen können den Alltags-Fitness-Test durchführen, um frühe Anzeichen körperlicher Schwäche zu entdecken und die Bewegungsgewohnheiten rechtzeitig in geeigneter Weise zu ändern.

Die Broschüre Bewegung in de Alltag bringen liefert eine Basis, sich dem Thema "Bewegungsförderung für Ältere im Wohnumfeld" aus Perspektive der Gesundheitsförderung zu nähern und rückt das Thema Alltagsbewegung in den Mittelpunkt der Betrachtung. Eine dazugehörige Wanderausstellung kann bei der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e. V. ausgeliehen werden.

Die Geschäftsstelle der LGK Thüringen führte im Rahmen der Thüringer Gesundheitsmesse eine Schrittzähleraktion zum Thema Alltagsbewegung durch. Diese wird an dieser Stelle vorgestellt und kann gerne an anderer Stelle aufgegriffen und nachgemacht werden.

Kapitel 4 der Broschüre Gemeinsam mehr bewegen zeigt Beispiele guter Praxis für die Bewegungsförderung im Alter auf. Die Broschüre richtet sich vor allem an haupt- und ehrenamtliche aus Sportvereinen, Stadtteilzentren, Senioreneinrichtungen, Quartiersmanagement und Altenhilfe.